Wie schon angekündigt haben wir diese Woche mit unseren Dreharbeiten begonnen. Dazu muss ich sagen, es ist manchmal verdammt schwer sich bei diesem Klima aufzuraffen um Stativ, Kamera und sich selbst durch die Gegend zu schleppen. Es ist absolut verständlich, dass die Einheimischen sich Mittags erst einmal im Schatten hinlegen und garnichts tun.

So wurden auch wir heute von jedem, den wir auf dem Weg trafen für verrückt erklärt. Um 11 Uhr sind wir los gegangen, die Gärten der Einheimischen zu besuchen. Als wir jedoch unterwegs an der örtlichen Schule vorbei kamen wurden wir erst einmal hereingebeten und wurden dem Rektor vorgestellt. So ziemlich alle 67 Kinder der Schule kennen mittlerweile die zwei hellhäutigen, von denen einer sogar Indonesisch spricht. Nach einer halben Stunde sind wir dann gegangen, obwohl es hieß wir sollen warten, es kommt gleich jemand der uns den Weg zeigen wird. Gleich ist hier aber immer sehr relativ und nicht einzuschätzen. Wir haben die Gärten jedoch auch ohne Hilfe gefunden. Ca. 250 Höhenmeter haben wir geschafft, danach waren wir geschafft. Ich unterwegs mehrfach meine Schuhe verflucht, da die Sohlen nur noch wenig Profil habe und der Untergrund sehr steil und rutschig war. Ich habe mich einige Male unfreiwillig hingesetzt und hatte richtig Angst um meine Kamera.

Fast 600 Höhenmeter mehr sind es zum Gipfel (822 Meter), den haben wir uns auch noch vorgenommen, allerdings müssen wir dazu früher los und einiges mehr zum Trinken mitnehmen bzw. uns unterwegs einige Kokosnüsse öffnen. Ich habe diese Woche das erste mal den Saft einer frischen Kokosnuss trinken können. Das ist kein Vergleich zu den Nüssen, die man in Deutschland im Supermarkt bekommt. Richtig erfrischen und lecker und vor allem ist da mehr drin als ich vermutet habe.

Ansonsten haben wir diese Woche schon eine Nachtwanderung um 1/4 der Insel unternommen. Wir waren auf der Suche nach Meeresschildkröten, die zur Zeit ihre Eier an den Stränden ablegen. Leider hatten wir kein Glück, jedoch haben wir mysteriöse, fallende Kieselsteine gefunden. Man stelle sich vor: Wir gehen am Strand zwischen großen Felsen entlang und es hört sich an, als einige Meter vor einem, jemand einen Eimer mit Kieselsteinen ausleert.
Bei näherem hinschauen klärt sich dieses Phänomen schnell auf. Kleine Schnecken, die Häuser in Muschelform mit sich herumtragen, lassen sich massenhaft fallen sobald das Licht unserer Taschenlampen sie stört.

Soviel für heute, hier noch ein Bild mit dem Blick nach Manado in einer sternenklaren Nacht.

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